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Anwendung von Geomagnetik bei archäologischen Untersuchungen 05.04.2022

Archäologen suchen nach Anomalien des natürlichen Erdmagnetfeldes rund um die Schanzen von Ostro, Kopschin und Kuckau

Patrick Mertl aus Mainz schiebt seine rollende Apparatur, bespickt mit modernster Technik, über die Wiesen und Äcker rund um die Oberlausitzer Schanzen, © Museum der Westlausitz Kamenz
Patrick Mertl aus Mainz schiebt seine rollende Apparatur, bespickt mit modernster Technik, über die Wiesen und Äcker rund um die Oberlausitzer Schanzen, © Museum der Westlausitz Kamenz

Es sieht schon etwas ungewöhnlich aus, wenn Patrick Mertl aus Mainz seine rollende Apparatur, bespickt mit modernster Technik, über die Wiesen und Äcker rund um die Oberlausitzer Schanzen schiebt. Im Rahmen aktueller Forschungen ist er für das Museum der Westlausitz Kamenz unterwegs, um Veränderungen oberflächennaher Bodenstrukturen aufzuspüren. Diese könnten darauf hinweisen, dass slawische Siedler vor mehreren Jahrhunderten Veränderungen an der Erdoberfläche vorgenommen haben. Das können Gräben, Hausfundamente, Gruben oder Wälle sein. Letztere sind an der slawischen Burganlage von Kuckau von besonderem Interesse. Die Auswertung heutiger Oberflächenstrukturen mittels Fotoaufnahmen aus großer Höhe, lassen östlich der Burganlage weitere, ehemalige Wälle vermuten.

Die Technik, die Patrick Mertl nutzt, ist eine hochsensible Hilfe beim Aufspüren und Lokalisieren der Veränderungen im Boden. Geomagnetik heißt das Untersuchungsverfahren, welches im Fall der Oberlausitzer Schanzen genutzt wird. Es ist ein passives System, bei welchem Abweichungen vom natürlichen Magnetfeld der Erde aufgespürt werden. Die geomagnetischen Sensoren erfassen dabei die Richtung, bzw. die Ablenkung der Erdmagnetwellen von ihrer normalen Richtung sowie deren Intensität – ähnlich einem Kompass. Mittels errechneter Unterschiede wird im nächsten Schritt ein Bild des Untergrundes modelliert, welches Aussagen über die Position, Form und Zusammensetzung der „Störkörper“ zulässt. Passiv wird die Technik deshalb bezeichnet, weil dieses System keine eigenen Wellen produziert, sondern ausschließlich die überall vorhandenen Erdmagnetwellen nutzt. Im letzten Schritt müssen die so entstandenen Bilder von den Archäologen interpretiert werden. Der Vorteil des Verfahrens liegt auf der Hand: Es ist relativ kostengünstig, wobei in relativ kurzer Zeit, recht große Flächen untersucht werden können. Und es ist eine zerstörungsfreie Methode, die einen guten Überblick über das Geschehen unter unseren Füßen gibt.

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