Dauerausstellung im Elementarium

Eine Reise durch 7 Themenwelten.

Sonderausstellungen im Elementarium

"Handwerk und Kunst"
vom 30.11.2019 bis zum 12.01.2020

Café im Elementarium

Das Museumscafé lädt zu einer Pause ein.

Bibliothek im Elementarium

Die Bibliothek bietet eine Vielzahl an Fachliteratur.

Themenwelt Steine


Vulkanismus, Erdbeben, Vereisungen, tiefe Meere und duftende Lorbeerwälder - in den Jahrmillionen ihrer Entwicklung hat die Westlausitz viel erlebt. Die Gesteine und Fossilien der Westlausitz eröffnen uns ein Zeitfenster, durch das wir weit in die Vergangenheit zurückblicken können. 

Zeitstrahl; Quelle: Museum der Westlausitz; © Museum der Westlausitz KamenzZeitstrahl; Quelle: Museum der Westlausitz; © Museum der Westlausitz Kamenz

Auch wenn die Erdschichten der Westlausitz keine Dinosaurier verbergen, konnten in den unscheinbaren Lausitzer Grauwacken die Zeugen algenähnlicher Ur-Organismen nachgewiesen werden, die Hunderte von Jahrmillionen älter als die riesigen Reptilien sind. Jede Zeit hinterlässt ihre Steine, die uns vieles verraten, aber auch manches Geheimnis bewahren. So ist die Bildungsweise des Granodiorites bis heute nicht exakt geklärt. Wir wissen aber, dass er vor etwa 540 bis 590 Millionen Jahren in die bereits gefalteten Grauwacken eindrang und noch heute als mächtiger Felsen an der Oberfläche liegt.

Steine erforschen; Foto: Anne Hasselbach; © Museum der Westlausitz KamenzSteine erforschen; Foto: Anne Hasselbach; © Museum der Westlausitz Kamenz

Wann und wie bildeten sich die Grauwacken und Granodiorite? Welche Wesen lebten vor 700 Millionen Jahren? Gab es Vulkane in der Westlausitz? Die jüngeren Basalte durchziehen noch heute schwarz und geheimnisvoll die Lausitzer Urgesteine und lassen erahnen, welche Gewalten wirkten, als der Boden der Lausitz Lava spuckte.

Geologie im Alltag; Foto: Anne Hasselbach; © Museum der Westlausitz KamenzGeologie im Alltag; Foto: Anne Hasselbach; © Museum der Westlausitz Kamenz

Die tertiären Braunkohlen- und Tonvorkommen der Lausitz gehören zu den größten in Europa. Sie waren und sind aber nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Abbau der wertvollen Rohstoffe stand von Beginn an auch im Fokus des wissenschaftlichen Interesses, denn gerade das Tertiär hat viele Spuren in unserer Region hinterlassen. Die Tongrube Wiesa am Hasenberg hält seit hundert Jahren die Forscher in Atem. Ginkgoblätter, Früchte des Feigenbaumes, Blätter von Lorbeer und Gagelgewächsen muten nicht nur exotisch an. Heute existieren sie noch unter anderem in den subtropischen Wäldern Südostasiens und vermitteln einen lebendigen Eindruck davon, wie vor 17 Millionen Jahren die Westlausitz ausgesehen haben könnte.

Steinememory; Foto: Anne Hasselbach; © Museum der Westlausitz KamenzSteinememory; Foto: Anne Hasselbach; © Museum der Westlausitz Kamenz

Nicht jeder Stein hält, was er verspricht. Die eiszeitlichen Vergletscherungen haben unsere Landschaft nachhaltig verändert und hinterließen Gesteine, die ursprünglich weit im Norden entstanden. Die einzelnen Geschiebe geben uns Auskunft über ihre Herkunft und nicht selten auch über den Zeitpunkt, an dem sie in die Westlausitz durch die gewaltigen Eismassen transportiert wurden.