Pressemitteilung Museum der Westlausitz Kamenz: EU-Projekt gestartet

Museum der Westlausitz Kamenz: EU-Projekt gestartet

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Im Museum der Westlausitz ist zu Monatsbeginn ein neues, durch Mittel der EU finanziertes Projekt gestartet. Ziel ist die Anknüpfung museumspädagogischer Programme an die sogenannten MINT-Fächer in den sächsischen Schulen. Das sind Fächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Um dieses Ziel zu erreichen, konnte für die Projektlaufzeit von 3 Jahren das Personal im Museum aufgestockt werden. Projektleiterin ist Jasmin Kaiser. Sie wird unterstütz von Susanne Schütze.

Museumsleiterin Friederike Koch-Heinrichs freut sich über den Projektstart und sagt: „Außerschulische Lernorte sind wichtige Bausteine einer modernen Bildungslandschaft. Doch werden auf den Lehrplan abgestimmte Bildungsprogramme erst vereinzelt von Museen angeboten. Eine große Lücke besteht im MINT-Bereich (Unterrichtsfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), der für dringend benötigte Fachkräfte in den Zukunftsbranchen wichtig ist.“

Museen im sächsisch-polnischen Grenzraum wollen sich in Zukunft verstärkt als Lernorte für Schüler profilieren. Das Museum der Westlausitz hat dafür mit polnischen Partnern das von der EU geförderte Projekt „Wissenschaft als Abenteuer“ gestartet. Es verfügt für drei Jahre über ein Gesamtbudget von 1.045.879,67 EUR. Davon steuert die EU 888.997,63 EUR bei. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen – Sachsen 2014-2020.

Neben dem Lead-Partner in Kamenz sind auf polnischer Seite das Lausitzer Museum in Zgorzelec und das Keramikmuseum in Bolesławiec (Bunzlau) beteiligt. Die Einrichtungen konzipieren lehrplanorientierte und fächerübergreifende deutsch-polnische Bildungsprogramme. Im Vordergrund steht die erlebnisreiche Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer Inhalte.

Im Museum der Westlausitz sind die ständig wechselnden Sonderausstellungen zu Biologie, Geologie und Archäologie Anknüpfungspunkte für die Bildungsprogramme. Für Anfang 2020 ist eine Archäologieausstellung zu den „Frühen Bauern in der Oberlausitz“ geplant. Die Begleitprogramme verbinden aktives Erleben mit Themen des Lehrplans. Genauso werden experimentelle Archäologie, Archäohandwerk und naturwissenschaftliche Analyseverfahren eine Brücke zwischen MINT-Fächern und Kulturgeschichte schlagen.

Innerhalb des Projektes steht allein dem Museum der Westlausitz als Lead-Partner ein Budget von 860.084,90 EUR zur Verfügung. Der EU-Anteil daran liegt bei 731.072,12 EUR. Mit drei zusätzlichen Personalstellen wird das Museumsteam für die Umsetzung der Aufgaben bis zum 30. Juni 2021 verstärkt. Die neuen Angebote sollen gemeinsam mit Schulen der Region praktisch erprobt werden. Deutsch-polnische Begleitmaterialien – darunter zweisprachige Flyer, Audioguides, interaktive Ausstellungsmodule sowie didaktische Leitfäden – stellen auch nach Projektende die Weiterführung der Bildungsangebote sicher. Zudem sollen langfristige grenzüberschreitende Kooperationen aufgebaut werden.

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Die Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des INTERREG Kooperationsprogramms Polen-Sachsen 2014-2020 war auf der Sitzung des Begleitausschusses am 27. Februar in Panschwitz-Kuckau beschlossen worden. Auf dem Foto ist die feierliche Übergabe eines symbolischen Schecks über die Fördersumme von 888.997,63 Euro am 29. Mai in Wrocław (Breslau) zu sehen. (v.l.n.r.: Roger Mackeldey, Sächsisches Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft; Rafał Baliński, polnisches Ministerium für Investitionen und Entwicklung; Paweł Kurant, Leiter des Gemeinsamen Sekretariats, Dr. Leszek Buller, Direktor des Zentrums für Europäischen Projekte; Friederike Koch-Heinrichs, Leiterin des Museums der Westlausitz). Foto: Gemeinsames Sekretariat des Kooperationsprogramms INTERREG PL-SN 2014-2020

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Herstellung von Glasperlen in traditioneller Technik als pädagogisches Angebot im Museum der Westlausitz. Foto: Anja Kaltofen

Kontakt (Projektleiterin im Museum der Westlausitz Kamenz):
Jasmin Kaiser
Museum der Westlausitz
Sammelsurium
Macherstraße 140
01917 Kamenz
Tel (03578) 78794131
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Links:
INTERREG Polen-Sachsen:
https://de.plsn.eu/-/das-aufrufverfahren-im-rahmen-der-4-pa-ist-geoffnet-