Ausschreibung

Ausschreibung zur Rekonstruktion eines Endneolithischen Hauses in einem der Ausstellungsräume des Museums der Westlausitz

1. Thema:

Das Museum der Westlausitz wird ab 8. Februar 2020 die Sonderausstellung „Das Ende der Steinzeit – die ersten Bauern in der Lausitz“ (Arbeitstitel) zeigen.

Im 6. Jahrtausend vor Christus erobert ein neues Lebenskonzept Mitteleuropa. Die bäuerliche Lebensweise ist durch ein ganzes Innovationspaket geprägt: Getreideanbau, Nutztierhaltung, Sesshaftigkeit und neue Technologien. Auch in Sachsen breiten sich die jungsteinzeitlich-bäuerlichen Kulturen, vermutlich durch Migration und Kulturtransfer, rasch aus. Doch während im Dresdener Elbtal und in der Leipziger Tieflandsbucht ab 5500 v. Chr. Siedlungen und große Kreisgrabenanlagen entstehen, verharrt die Oberlausitz in mittelsteinzeitlich-jägerischer Tradition. Erste Siedlungsversuche einer sesshaften Bevölkerung scheitern nach kurzer Zeit. Danach scheint das Gebiet mehr als zwei Jahrtausende nur sporadisch bewohnt zu sein. Erst am Ende der Jungsteinzeit gegen 2800 v. Chr. erfährt die Oberlausitz ihre erste flächige Besiedlung. Es gibt zwar nur wenige gut untersuchte Siedlungsareale, doch ist die große Anzahl reich mit Waffen und Schmuck ausgestatteter Gräber bemerkenswert und spiegelt ein authentisches Lebensbild dieser Zeit. Nicht lange danach werden die Grabplätze auch von der Aunjetitzer Kultur genutzt, die mit der Bronzezeit die nächste Epoche in der Oberlausitz einläuten.

Kernbereiche der erlebnisorientierten Ausstellung werden die aufwändigen und detailreichen Inszenierungen der jägerisch-mesolithischen und der bäuerlich-neolithischen Lebensweise sein.


2. Angaben zum geplanten Bau des Hauses

Der Raum 3 sowie ein Teil des angrenzenden Raumes 4 des Sonderausstellungsbereiches des Museums der Westlausitz (siehe Ausstellungsplan: PDF-Datei) sollen in eine Endneolithische Hausrekonstruktion umgewandelt werden.

1.) Maße des Raumes ca.

  • Höhe: 2,10 m
  • Breite: ca. 4,15 m
  • Länge: ca. 4,70 m
  • Der Durchmesser der Pfosten beträgt 20 cm.

2.) Als Holz soll aus Kostengründen Kiefer verwendet werden.

3.) Zwischen den Pfosten sollen Querbalken entsprechend den Vorlagen angebracht werden

4.) Im rückw.rtigem Teil des Raums/Hauses (auf dem Plan links) soll an der Stelle, an welcher sich die Doppelpfosten befinden en Getreidespeicherboden eingezogen werden

5.) Die Hausfront soll wie auf den Abbildungen gebaut werden.

6.) Die bei Draufsicht auf die Hausfront sichtbaren Pfosten sollen nur als Halbpfosten an der Wand dargestellt werden. Auf der Rückseite soll dann die andere Hälfte des jeweiligen Pfostens sichtbar sein.

7.) Die Hausfront soll von außen bemalt werden. Somit benötigt die Außenwand eine Deckschicht um später eine Bemalung auf Lehm aufzutragen. Die Bemalung erfolgt von uns.

8.) Der Boden im Haus soll eine Holzkonstruktion werden, welche in der Höhe ca. 10 cm beträgt. In diese Holzkonstruktion müssen Aussparungen für die Pfosten, Regale sowie die Feuerstelle eingelassen werden, so dass diese im Boden befestigt werden können.

Aufgrund der Erhöhung wird am Eingang des Raumes, aufgrund der Barrierefreiheit, eine Rampe benötigt. Der erhöhte Boden wird, aufgrund der zur Hausfront gehörenden Pfosten sowie weiterer Installationen, in den angrenzenden Raum Hineingezogen werden müssen.


3. Angebotsunterlagen 

Wenn Sie Interesse an einer Angebotsabgabe haben, fordern Sie bitte bei unserer Kontaktperson die Details zu den einzelnen Elementen des Hauses (Abbildungen, Zeichnungen, Maße und Literaturangaben) an.

Sie können ein Angebot zu gesamten Haus mit Boden oder des Hauses ohne Boden abgeben. Im Angebot sind die Leistungen und sämtliche anfallende Kosten inklusive Neben- und Reisekosten sowie Lieferkosten zu erfassen. Bitte geben Sie die Kosten pro Position an. Die Mehrwertsteuer ist auszuweisen. Sollten Sie von der Mehrwertsteuer befreit sein, geben Sie dazu bitte eine Erklärung ab und legen ggf. Ihrem Angebot einen Nachweis bei. Fügen Sie Ihrem Angebot bitte aussagekräftige Fotos von Referenzobjekten bei.


4. Vergabe und Zahlung

Das Museum der Westlausitz behält sich vor, Angebote ganz oder in Teilen zu beauftragen.

Kriterien der Vergabe:

  • - Preis/Wirtschaftlichkeit 50%
  • - Qualität der Repliken entsprechend der Anforderungen 50%

Die Zahlung der Auftragssumme erfolgt nach Abnahme der Repliken. Teilzahlungen können vereinbart werden.


 5. Termin für die Abgabe des Angebots und Kontakt

Die vollständigen Angebotsunterlagen sind spätestens bis zum 31.07.2019 per Post oder EMail einzureichen.

Kontakt und Anschrift:

Inhaltliche Fragen

Daniel Richardt
MUSEUM DER WESTLAUSITZ
Macherstraße 140
01917 Kamenz
03578/78794132

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 


Bei Fragen bis zum 10.07.2019 wenden Sie sich bitte an:

Jasmin Kaiser
MUSEUM DER WESTLAUSITZ
Macherstraße 140
01917 Kamenz
03578/78794131

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Bau / Konstruktion / Koordination

Ines Müller-Spindler
MUSEUM DER WESTLAUSITZ
Pulsnitzer Straße 16
01917 Kamenz
03578/788316

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.