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Das Museum

Faszinierende Wissensspeicher - Bandkeramische Brunnen in Sachsen

Referent: Dr. H. Stäuble, Landesamt für Archäologie Dresden


Dienstag, 08. Juni 2010 um 19 Uhr

(Dr. Harald Stäuble) – Schnurbandkeramik

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Die ersten Bauern Mitteleuropas konnten mehr als wir bisher dachten. Dr. Harald Stäuble vom Sächsischen Landesamt für Archäologie berichtet über die Entdeckung eines 7.000 Jahre alten Holzkastenbrunnens. Als der Braunkohletagebau in Zwenkau bei Leipzig erweitert werden sollte, untersuchten Archäologen das Gelände. Im Bereich des aufgegebenen Dorfs Eythra entdeckten sie einen Brunnenkasten der frühen Jungsteinzeit, von dem noch einige Bohlenlagen erhalten waren. Die vier Bohlen der untersten Lage waren sogar miteinander verzapft worden. Dies war der erste Nachweis einer Holzverzapfung in Europa überhaupt!

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Noch sind Brunnen aus der Jungsteinzeit eine Rarität, doch die mittlerweile entdeckten 18 Exemplare verändern drastisch unseren Blick auf die bandkeramische Kultur. Denn in diesen Wasserstellen überdauerten organische Materialien, wie Hölzer, Schnüre, Bast und mikroskopisch kleine Samen und Pollen oder Käferreste, die Jahrtausende. Bisher erforschte man Steingeräte und Keramikfunde. Die empfindlichen Nassfunde dienen Archäologen und Naturwissenschaftlern heute als regelrechter Wissensspeicher und erlauben bislang unbekannte Einblicke in die damalige Flora und Fauna.

 

Eintritt: 2 Euro pro Person / Jahreskarteninhaber und Vereinsmitglieder frei

Museum der Westlausitz / Elementarium, Pulsnitzer Str.16, 01917 Kamenz

Telefon: 03578-7 88 30, Fax: 03578-7 88 32 71

 

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